Archiv für August, 2009

Ursula redet, ohne zu antworten

30. August 2009

Ich mag Ursula von der Leyen nicht. Ihre Politik ist meiner Meinung nach nicht das, was deutsche Familien brauchen. Mir gefällt ihre Art nicht. Sie macht auf mich in ihrer Politik einen sehr überhasteten und vor allem naiven Eindruck. Sie stürzt sich auf Themen, von denen sie absolut keine Ahnung hat [Zensursula und ihre Internetsperren]. Und sie greift sich immer die medienwirksamen Themen heraus.

Auf Sat1 läuft gerade Ihre Wahl und da steht nun unsere Familienministerin. Und ich stelle fest: Ich mag Ursula von der Leyen nicht nur wegen ihrer Politik nicht. Ich finde sie auch als Person äußerst komisch. Da ist etwas in ihrem Gesicht, in ihrer Art zu reden, das mich zuerst zögern und dann zurückschrecken lässt.

Das einzig Gute, was sie IMHO erreicht hat, ist der Ausbau der Kinderbetreuung.

Ich beschließe gerade, mal sowas wie live-blogging zu machen. Hier also mehr oder weniger meine Kommentare zu den Antworten von Ursula von der Leyen.

 

Thema Kinderarmut:

Ich wage sehr zu bezweifeln, das Kinderarmut das Thema ist, das Ursula von der Leyen am meisten umtreibt. Sie redet die ganze Zeit von Zahlen und verweist immer wieder auf die Geburtenrate und ringt dabei um jedes einzelne geborene Kind, scheint gefangen im Anstarren dieser Zahlen. Bei aller Liebe, wenn sie sowas schon sagt, sollte es sich auch in ihrem Handeln niederschlagen.

Was mir auch gerade auffällt, Ursula von der Leyen ist auch so eine Politikerin, bei der ich den Eindruck habe, dass sie irgendwie ein wenig [nur unwesentlich natürlich *augenroll*] den Bezug zur Realität verloren hat und gar nicht richtig weiß, wie das Leben einer “Normalfamilie” mit zwei berufstätigen Eltern und zwei schulpflichtigen Kindern aussieht, und wie man in der Politik bei deren Problemen eingreifen kann. Geschweige denn, was denn berufstätige Alleinerziehende betrifft.

“Eine Gesellschaft, die ihre Kinder vernachlässigt, vernachlässigt ihre Zukunft.” Diese junge Frau, dieses Mädchen hat mehr Ahnung von nachhaltiger Politik als mach Abgeordneter.

Was ist denn das für ein Argument? Bulgarien hat die Kinderrechte verankert, Frankreich nicht, den Kindern in Frankreich geht’s besser als denen in Bulgarien, WTF? Das heißt doch aber nicht im Umkehrschluss, dass, sobald man die verankert, dass es dann mit den Kindern und ihrer Situation steil bergab geht. Ich mag Politiker nicht, die sich selbst so offensichtlich widersprechen und es nicht merken.

[Werbepause]

 

Thema Kinderbetreuung:

Natürlich ziehen wir uns die Gewalttäter heran. Ich muss mich doch nicht wundern, wenn Jugendliche durchdrehen, die immer nur soziale Benachteiligung kennen lernen.

Ich bin gerade ein wenig sprachlos. Da kann man eigentlich nicht viel zu sagen, die kehrt ja immer wieder zum Ausgangspunkt zurück, wie ein Hund, der seinen eigenen Schwanz jagt…

[Werbepause]

 

Thema Kinderverwahrlosung:

Ach, die Kindstötungsfällen haben wir uns angeschaut. Wie fein. Aber wenn die Eltern ihr Kind nicht gleich umbringen, sondern es nur schlagen, dann brauchen wir daraus nichts lernen, uns das nicht anschauen. Wieso auch. Kind lebt ja noch. *gnaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaargl*

Das passiert, wenn man als Politikerin nicht auf ihre Formulierungen achtet. Aber weiter im Text. Und wenn ich hier nochmal “auf den Wech gebracht” bzw. “Familienhebamme” höre, muss ich schreien.

Ach, jetzt sprechen wir wieder von Kinderrechten, die verankert werden müssen? Ich denke, das ist nicht nötig? Na, was denn nun, Zensursula? Entscheiden Sie sich JETZT!

Ja, der armen Frau kann man keine Antwort geben, die ihren Schmerz lindert. Warum denn dann überhaupt versuchen? Richtig, Ursel, schön umschiffen. Brav. Bekommst nachher auch ‘nen Keks.

Verzeihung, ich merke, ich werde gehässig und zynisch. Aber soviel Dummheit kann ich nicht verkraften, es tut mir Leid.

 

Thema Waffengesetz:

Eure Verschärfung könnt ihr euch in die Haare schmieren. Kontrollen dafür sind nahezu nicht durchführbar, weil einfach die Mittel und Personen dafür fehlen.

Klasse, jetzt sind wir wieder bei den Zahlen. Endlich. Sie fehlten mir schon.

 

Thema Jugendschutz:

Wahre Worte. Dieser Konkurrenz und Ellenbogengesellschaft ist es, was Jugendliche [mit] kaputt macht.

Stimmt nicht, Alkohol ist nicht genauso verboten, wie das Rauchen. Ich kann mit neunzehn Jahren in der Kneipe nicht vor Kindern rauchen, aber mich vor ihnen betrinken. Ich kann in öffentlichen Gebäuden nicht trinken, aber mit der Bierflasche und daran nippend im Bürgeramt auf und ab gehen. Soviel dazu.

 

Thema Internetsperre:

Oh, ich freu mich jetzt schon auf diese Kommentare.

Täterverfolgung ist das Stichwort. Solange dafür nicht eingestanden wird, braucht man auch die Seiten nicht zu sperren. Nur, weil ich was nicht sehe, bedeutet das nicht, dass es nicht existiert. Kleine Kinder sind mit zwei Jahren in der Lage zu begreifen, dass etwas auch außerhalb ihres Gesichts/Sehfeldes weiterhin existiert, wenn sie es eben gerade nicht sehen. Erwachsene Politiker scheinen diese Fähigkeit irgendwie an dem Tag abzugeben, an dem sie sich für eine Karriere in der Politik entscheiden.

Du kannst mir viel erzählen, was für Seiten gesperrt werden. Es gibt keine Möglichkeit, die Liste davon einzusehen. Das ist etwas, was die Gegner deines Gesetzes fordern. Wir wollen nur genau sehen, dass wirklich die richtige Seite gesperrt wird, und wir uns nicht versehentlich bei Stasi und DDR 2.0 wiederfinden.

So, das Grauen hat ein Ende.

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29. August 2009

“Willst du die nächste Waschmaschinenreparatur bezahlen?!”

“HÄ?!”

“Zwei Haarnadeln an der Jeans, du spinnst wohl!”

 

[aber Hauptsache, die eigenen Bh-Bügel haben vor zwei Jahren die Waschmaschine lahmgelegt]

sabber²

29. August 2009

Ich liebe griechisches Essen.  Und für alle in Leipzig, bei Mytropolis in der Möckernschen Straße kann frau gleich doppelt das Wasser im Munde zusammen laufen. Gutes Essen [wenn auch ein wenig teurer als bei den Griechen Kos und Olympia in Gohlis-Nord] und knackige Kerle als Bedienung. Und doppelt Anisschnaps, zur Begrüßung und nachdem man gezahlt hat.

to be read

27. August 2009

Okay, eine neue Liste. Mal sehen, wie weit wir diesmal kommen. Kursiv sind begonnene Bücher, durchgestrichen gelesene, und in rot hätten wir aufgegebene Bücher.

Steven Pinker – The Language Instinct: How The Mind Creates Language

John Milton – Paradise Lost

Kelley Armstrong – The Awakening (Darkest Powers #2)

Karen Chance – Curse The Dawn (Cassie Palmer #4)

Harper Lee – To Kill A Mockingbird

Jodie Picoult – 19 Minuten

Trudi Canavan – Die Rebellin (Guilde der Schwarzen  Magier I)

John Katzenbach – Die Anstalt

Thomas Mann – Der Zauberberg

Thomas Mann – Buddenbrooks: Verfall einer Familie

(Philip Pullman – His Dark Materials als Audiobuch)


[erstellt am 30. Juli, geändert am 12., 13., 17. und 27. August]

Fazit

26. August 2009
  • 2 Blusen (1 glattweiß, 1 weiß mit schwarzen Punkten)
  • 2 Jeans (1 hell, 1 dunkel)
  • 1 warmer Rock (schwarz/grau kariert)
  • 1 dünnes Langarmshirt (Karomuster dunkelblau/indigo)
  • 1 Weste (grau)
  • 1 Blusenshirt (weiß mit schwarzen Streifen)
  • 7 Paar Sneakersöckchen (weiß, schwarz, grau)
  • 1 Tasche (khaki, BERLIN-Aufnäher)
  • 1 Warmhaltebecher (0,5l Edelstahl von Starbucks)

 

Und 202 Euro weniger auf dem Konto. Mein ganz persönliches Fazit von sechs Tagen Berlin-Urlaub.

[ausführlicher Blog folgt morgen, weil heute einfach nur tot]

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21. August 2009

sie: Wo ist die Knackwurst?

er: Die hast du zuletzt gehabt.

sie: Ich hatte keine Knackwurst! [Pause] Was liegt da auf dem Fensterbrett?

er: Da hab ich vorhin die Knackwurst hingetan.

 

Kommunikation nach über 25 Jahren Ehe.

Plan B

19. August 2009

Es steht fest. Morgen geht es ab nach… Berlin [Plan B, get it?]. Mit meinem Großeltern. Rückfahrt ist am 26. August abends. Soll heißen: sechs Tage [hoffentlich] Entspannung. Wobei, wie meine Eltern und mein Bruder mir auf die Nerven gehen, schaffen meine Großeltern das auf eine andere Weise. Denkt ja nicht, dass ich in den sechs Tagen irgendetwas vom Berliner Nachtleben sehen werde. Oh nein. Die beiden haben irgendwie den Zeitpunkt verpasst, an dem ich volljährig wurde, und durchaus auch meine eigenen Entscheidungen treffen kann. Das geht bei der Zeit meines Aufstehens los, über wie viel ich wann esse und trinke bis zum Zeitpunkt, wann ich ins Bett geh. Von meiner Auswahl an Kleidung mal ganz abgesehen. Seufz. Oh ja, die sechs Tage werden amüsant.

Was werden wir also tun? Meine Oma kann nicht sehr gut laufen und brauch eine Gehhilfe, also werden wir uns nach ihr richten, was unser Tempo angeht. Eines steht fest, dank meinem Cousin, der uns eine Freikarte gegeben hat, werden wir auf jeden Fall Mme Tussauds anschauen. Das heißt, meine Oma und ich. Meinen Opa interessiert das wenig [was mich ein wenig erstaunt hat, aber nun gut], also habe ich dann das Vergnügen, meiner Oma zu erklären, wer diese ganzen Leute sind, und was der Sinn ist, von denen Wachsfiguren anzufertigen.

Hier also unsere Liste, was wir uns anschauen wollen. Und am 27. gibt’s dann die Auswertung, was wir wirklich geschafft haben ;) Fett sind die Dinge, die wirklich feststehen, mit Fragezeichen die, auf die ich durchaus auch verzichten kann.

  • Berliner Dom
  • DDR-Museum
  • Denkmal der Bücherverbrennung (?)
  • Fernsehturm/Alexanderplatz
  • Brandenburger Tor
  • Reichstag
  • Siegessäule (?)
  • Checkpoint Charlie
  • Topografie des Terrors (?)
  • Chinesischer Garten (?)
  • KaDeWe
  • Mme Tussauds
  • Mahnmal der ermodeten Juden Europas

Projekt Hörsturz – Runde 2

18. August 2009

Runde Nummer zwei des Projekt Hörsturz. Ohne große Umschweife hier also meine Bewertung:

Abandon ~ Providence

Huch. Ich hätte meine Lautsprecher nicht voll aufgedreht haben sollen, als das Lied anfing. Das Lied gefällt mir, der Stil ist meine Musikrichtung. Allerdings fehlt da das gewisse etwas, das mich begeistert. Netter Song. 3,5/5


DJ Food ~ The Ageing Young Rebel

Aua. Mach’s weg. Sry, aber das ist absolut nicht meins. Und dieses hochfequente Gepiepse/Geklingel/Whatever am Anfang tut meinen Ohren weh. Den halben Punkt gibt es, weil mir in der Mitte die Musik unter dem Gerede des Typen gefallen hat. Und um den Kerl zu zitieren: diabolical, dark and evil. Wie gesagt, absolut nicht meins. Ich mag Gesang. Ich mag [manchmal] Instrumentalmusik. Aber ich mag keine Instrumentalmusik, über der irgendjemand die ganze Zeit irgendwas erzählt, auf das ich mich nicht mal konzentrieren kann, weil die Töne im Hintergrund mir [leider] den letzten Nerv rauben. Ich glaube, das ist das erste Lied in der Auswahl, bei dem ich sogar das Radio ausschalten oder den Sender wechseln würde. 0,5/5


Letzte Instanz ~ Monument der Stille

Ich habe immer so meine Probleme, wenn ich bei Konna das Mixtape lese. Das ist nicht so meine Musikrichtung, da ich sowieso sehr sehr wenig deutsche Musik höre, und an sich die Musikrichtung mir auch nicht so sehr gefällt. Aber bei dem von ihm vorgeschlagenen Lied mache ich diesmal eine Ausnahme. Die Stimme geht auf fast unheimliche Weise unter die Haut, die Musik ist recht ruhig. Auch wenn die das sicher nicht gern lesen würden, das ist irgendwie ein Lied zum abends auf dem Bett liegen, an die Decke starren und vor sich hinträumen. 4/5


Gotye ~ Hearts A Mess

Ich gebe es zu: manchmal klopfe ich im Takt zu Musik auf den Tisch/meine Oberschenkel/wasimmer mir in den Weg kommt. Und manchmal pfeife ich mit. Das ist so ein Lied, das geradezu dazu einlädt, das zu tun. Ansonsten so la-la. Nicht unbedingt meine Musikrichtung, kommt aber wieder auf meine Stimmung an, ich kann mir gut vorstellen, dass ich das Lied in drei Tagen oder so anders bewerten würde, wenn meine Grundstimmung eine andere ist. Hat jetzt aber leider Pech, denn ich bin gerade eher in einer Rock-und-das-laut-Stimmung. *grübel* Mit welcher Bewertung kann ich leben? 2,5/5 [mit einem großen Fragezeichen, wäre das “Gejaule” gen Ende nicht gewesen, wär’s ne 3 geworden, aber sowas mag ich absolut nicht]


We Are Wolves ~ Psychic Kids

Siehe Abandon. Lautsprecher ein wenig Runterdrehen, weil der Ton am Anfang? Aua. Netter Song, aber nicht ganz mein Fall. Die Stimme ist etwas nervig, ich glaube, mehrmals hintereinander und öfter am Tag könnte ich mir die nicht anhören. 3/5

Projekt Hörsturz – Runde 1

18. August 2009

Verspätet, weil ich vergessen hatte, wann genau es denn losgeht. Über Konnas Gedankedeponie wurde ich wieder daran erinnert, dass es bei beetFreeQ das Projekt Hörsturz gibt. Aller zwei Wochen werden 5 Lieder vorgestellt, die man hören und bewerten kann/darf/soll. Und da ich immer für neue Musik zu haben bin, mach ich da doch glatt mit. Regeln und all das findet sich hier. So, und nun ohne Umschweife zur ersten Runde:

 

Portugal. The Man ~ People Say

Die Stimme hat was. Die Musik ist nicht wirklich meins. Kommt auf meine Laune drauf an, einmal ist es schön, aber mehrmals könnte ich mir vorstellen, dass mir das Lied ziemlich schnell auf den Keks geht. 2,5/5

 

From Autumn To Ashes ~ Short Stories With Tragic Endings

Nice. Passt besser zu meiner jetzigen Stimmung als das obere Lied. Geht ziemlich ruhig los und legt dann nach. Stimme… euh. Männliches Rumgebrüll gepaart mit weiblichem Gesang. Interessante Mischung, die man so nicht beschreiben kann. Macht aber irgendwie Lust auf mehr. 3,5/5 [wäre fast eine vier geworden, aber die Tatsache, dass ich den männlichen Part nicht verstehe, hat daraus eine 3,5 gemacht]

 

Tom Waits ~ Going Out West

Ich weiß, wir bewerten die Musik, aber das Video find ich etwas disturbing. Davon mal abgesehen gefällt mir die Gitarre + Schlagzeug + raue Stimme als Kombo. Allerdings ist das nicht so ganz meine Richtung. Mal hin und wieder, ja. Aber nichts, was ich den ganzen Tag hören würde. Puh, das ist schwer. 3,5/5 [weil ich mich nicht zwischen 3 und 4 entscheiden kann, geht es nur um die Musik, dann 4, Musik mit meinem persönlichen Geschmack dann eher 3]

 

Bob Geldof ~ The Great Song Of Indifference

Ein Wort: Genial. Die Stimme, der Rhythmus, die Melodie, der Text, einfach alles passt. Gute Laune pur. 5/5

 

The Exploding Boy ~ Heart Of Glass

Wow. Nice. Sehr sehr nice. Der Stil gefällt mir, sehr sogar. Die werde ich mir mal näher anschauen. 4,5/5

Curse the Dawn

18. August 2009

Curse the Dawn ist Buch Nummer vier in der Cassandra Palmer-Serie von Karen Chance. Innerhalb von vier Tagen ausgelesen, aber auch nur, weil ich am Samstag und Sonntag kaum bzw. gar nicht zum Lesen gekommen bin. Ansonsten wäre das viel schneller zu Ende gewesen ;)

Cassandra Palmer, oder Cassie, wie sie genannt werden will, hat ein Problem. Nicht nur, dass die die Pythia ist, die Wahrsagerin schlechthin und Wächterin über die Zeit, nein. Der Silver Circle, der eigentlich auf die Pythia geschworen ist, und sie beschützen soll, erkennt Cassie in ihrer Position nicht an, und will sie lieber tot sehen. Der Vampir Mircea Basarab, Bruder von Dracula [ja, DER Dracula] hat Cassie als sein Eigentum gekennzeichnet, und nun steht sie unter dem Schutz des Vampirsenates, auch wenn ihr das weniger passt. Und zu allem Überfluss ist auch noch der Gott Apollon aus seiner Verbannung entkommen und versteckt sich in Faerie. Wenn er auf die Welt losgelassen wird, verspricht das Chaos, Zerstörung und Tod. Und sicher kein freudiges Wiedersehen für die magische Gemeinde, da die ihn vor tausenden Jahren ja verbannt hatten. Und Götter können sehr nachtragend sein.

Ich war sehr skeptisch. Nach Touch the Dark (Band #1), der wirklich sehr fast paced und packend und spannend war, war Claimed by Shadown (Band #2) ein kleiner Rückschritt. Aber Embrace the Night (Band #3) war ehrlich gesagt furchtbar. Nicht schlecht geschrieben, aber ich saß die ganze Zeit da, und wartete darauf, dass denn nun einmal was passierte. Es zog sich alles hin, wie Kaugummi. Man hatte das Gefühl, Wasser zu treten. Was passierte, brachte die Handlung nicht voran. Aber mit Curse the Dawn meldet Karen Chance sich mit einem Knall zurück. Wundervoll geschrieben, waren die anderen drei Bücher auch schon. Aber Curse the Dawn kann locker an die Stärken von Touch the Dark anknüpfen, es ist schnell, man weiß manchmal nicht, wo einem der Kopf steht, fühlt sich wie Cassie verwirrt. Einziger Kritikpunkt sind vielleicht die Visionen. Die zwar durchaus wichtig sind. Aber auf die Art, wie die ins Geschehen eingefügt wurden, wirkt es wie ein Bruch in der Geschichte. Vielleicht ist das Absicht, mir hat’s persönlich die drei Male, die es passiert ist, nicht sehr gefallen. Aber das kann man durchaus vergessen, und sich wieder in der Handlung verlieren. Chance hat einen packenden Schreibstil, und Cassies Perspektive und Einwürfe sorgen für einige Lacher, aber durchaus auch für die ein oder andere Träne. Die Intrigeen nehmen ihren Lauf, und immer dann, wenn man denkt, dass man das Ganze durchschaut hat, kommt eine Wendung, die man so nicht vorhersagen konnte.

Man sollte die anderen drei Bände gelesen haben, um die Handlung von Curse the Dawn zu verstehen. Karen Chance stellt zwar kurz nochmal die wichtigsten Figuren und ihren Status vor, wenn sie das erste Mal auftauchen, aber vieles, wie die Interaktion zwischen Cassie und Mircea, und wieso Cassie so an Rafe hängt, und wer eigentlich John Pritkin ist und auf Cassies Seite steht, obwohl er zum Silver Circle gehört, versteht man nur wirklich, wenn man die Vorgeschichte kennt. Und selbst ich habe kurz dagesessen und gedacht “Rossier wer bitte? Hä?” bis es mir wieder einfiel.

Also, sehr gelungenes Buch, Must Read für alle, die die anderen drei Bände gelesen haben. Veröffentlichungsdatum oder überhaupt einen Hinweis auf einen Band #5 gibt es (noch?) nicht. Allerdings ist Curse the Dawn auch erst im April erschienen, von daher kann es noch eine ganze Weile dauern, bis man etwas von einem solchen Band hört.

Übrigens, die Bände erscheinen auch jetzt langsam auf deutsch. Nummer 1 “Untot mit Biss” ist bereits seit letztem Jahr erhältlich, Band 2 “Hinreißend untot” ist seit Juli im Handel, und “Für immer untot” soll im Januar 2010 erscheinen.