Archiv für Dezember 2008

31
Dez
08

Frohes Neues!

Ich wünsch euch alles ein frohes, und hoffentlich auch gesundes, Jahr 2009.

31
Dez
08

Rückblick 2008

Irgendwie fühl ich mich doch verpflichtet, 2008 nochmal in Worte zu fassen. Na, mal sehen, was dabei rauskommt.

Ich glaub, man kann 2008 getrost als „Year of firsts“ bezeichnen, das Jahr der „ersten Male“ sozusagen. Immerhin hab ich mein Abi gemacht, bin an zwei Universitäten angenommen wurden, und studiere nun in Mainz. Meine erste eigene Wohnung hab ich jetzt auch. Ach, und den Jahreswechsel 2007/2008 hab ich damals zum ersten Mal nicht mit meinen Eltern verbracht, definitiv eine Wohltat :-D

Aber nicht jedes erste Mal war so toll. Mitte des Jahres gab es ein gebrochenes Herz, das irgendwie immer noch nicht so ganz heile ist. Außerdem musste ich mich von meinen Freunden verabschieden, bin aus dem Bogenschießverein ausgetreten, war nicht auf dem Weihnachtsmarkt in Chemnitz…

Als definitives erstes Mal gilt auch der Versuch des Blogs, der/die/das hier entstanden ist.

Das schönste erste Mal war definitiv die Geburt meines Großcousins, und dessen erstes Weihnachten mit uns.

Zum ersten Mal hab ich dieses Jahr wirklich jemanden gebraucht, der mir einfach nur zuhört. Da war, vor allem in den letzten zwei Monaten, so viel, dass mich irgendwie auf die unterschiedlichsten Weisen  belastet hat, und das ich unbedingt loswerden musste. Schön zu wissen, dass eine Freundschaft, die eigentlich nur entsteht, weil die Väter damals miteinander studiert haben, so immens wichtig und belastbar werden kann.

Einige Leute sind aus meinem Leben getreten, von denen ich geglaub hatte, dass sie zu meinen besten Freunden zählen. Und zu meinem Erstaunen tat es gar nicht so weh, wie ich angenommen hatte. Vor dem Abi hatte ich Angst, was danach aus uns werden würde. Aber jetzt… Die, die noch da sind (allen voran Fran, Franzi und Mandy), sind mir wichtiger denn je, und die, die gegangen sind… Ihr könnt es nicht sehen, aber ich zucke gerade gleichgültig mit den Schultern. Hat eben nicht sollen sein, vielleicht waren wir eben doch zu unterschiedlich, wer weiß.

Bei NaNo bin ich das erste Mal eindeutig über die 50k-Marke gekommen. Ja, das interessiert euch jetzt alle brennend, aber das is MEIN Jahresrückblick, und es war wichtig für mich.

Fällt mir noch etwas ein? Ich glaube das ist nichts, was man in Textform verfassen könnte. Deshalb einfach mal so als Auflistung:

Bester Film: Wall-E und Australia, aus unterschiedlichen Gründen waren beide toll

Bestes Buch: eindeutig The Perks of Being a Wallflower. Das ist nicht dieses Jahr geschrieben wurden, aber so ziemlich das einzige, dass ich gelesen habe, das mich im Nachhinein beeinflusst hat.

Bestes Lied: zu viele, um sie alle zu nennen… aber unter anderem „Waking Up In Vegas“ von Katy Perry, „So What“ von Pink…

Beste CD: das gleichnamige Album von The Script, wirklich sehr gelungen

Bestes Zitat: „If we turn our backs on our principles, we stop being human“ von Kate Mulgrew. Ist zwar nicht aus diesem Jahr, sondern eher anno 2000 bei uns, aber wie bei dem Buch hat es mich ziemlich beeinflusst, und mich in einer meiner Entscheidungen mehr bekräftigt, als jeder Ratschlag von Außenstehenden.

Schlimmster Film: alle Jahre wieder, Titanic. Ich kann es nicht mehr sehen, wirklich nicht.

Schlimmstes Buch: manche, aber ganz vorn war definitiv Die Verwandlung von Kafka. Ich hasse Insekten >.<

Schlimmstes Lied: am nervigsten fand ich „Under My Skin“ von der guten Sarah Connor (die mich sowieso schon nervt, wenn ich nur den Namen lese), und „Wundervoll“ von Giovanni schlagt-mich-tot. Vom Text her am schlimmsten war definitiv „Shame On You“ von Andrea Corr. Ist zwar nicht aus 2008, und ich verstehe den Sinn, aber das war dann doch teilweise etwas zu viel des Guten.

Schlimmstes Zitat: Einige. Sehr viele. „Herdprämie“ ist nur eines davon. In die Toprangliste hat es auch die Aussage eines gewissen Ministers geschafft, dass Kindsmord ja anscheinend zu Familienplanung der Frauen in Ostdeutschland gehört.

Und ihr so?

27
Dez
08

nur mal so

*Die dominante Augenfarbe in der Familie ist blaugrau. Oder wie es manche auch gern bezeichnen, eisblau. 12 Leute, von denen nur zwei braune Augen haben, Nummer 1 ist eingeheiratet, und Nummer 2 das Kind von Nummer 1. Ansonsten alles blaugrau in verschiedenen Intensitäten (von sehr blass bis richtig intensiv leuchtend)

*eingeschweißte Paranüsse schmecken strange

*Caipirinha ist der neue Glühwein

*die Kellnerin im Ratskeller ist geschäftsschädigend (Wer haddn nu de Geule b’schdelld?)

*Zuckerverziehrungen von Torten schmecken auch zwei Monate alten Babys

*We will rock you als Kingelton zieht ungläubige Blicke vom Nachbartisch auf sich

*wenn man richtig vollgefressen ist, reicht der bloße Anblick von einer Sahnetorte, um einen zum Wiederkäuer des Mittagessens werden zu lassen

*von Kaffee werd ich entweder müde oder bekomme kalte Hände

*ich werde nie in meinem Leben bei Die Siedler gewinnen

*meine Handschrift und der Nintendo DS vertragen sich nicht

*man kann mit einer Körpergröße von 1,70 Meter die kleinste erwachsene Person einer Familie sein (von Angehörigen über 60 Jahren einmal abgesehen)

*Weihnachtsstollen wird mir auf ewig verhasst bleiben

*man kann Sushi über das Internet bestellen

*der 24h- bzw. 48h-Lieferservice von Quelle gilt nur bei Bestellungen von Montag bis Freitag… doof, wenn die Waschmaschine Freitag Abend, 26. Dezember kaputt geht

27
Dez
08

Herz verschenkt

Es ist passiert. Ich habe mein Herz verschenkt. An einen Jungen. Einen wunderschönen Jungen mit noch schöneren blaugrauen Augen. Und dem tollsten Lächeln der Welt.

Was interessieren mich Martin und der Kerl aus Mainz? Er ist hier in Leipzig, und ich kann ihn immer sehen, wenn ich nach LE komme. Und mich schaut sicherlich keiner dumm an, wenn ich das tun möchte. Im Gegenteil, es wird sogar auf eine Weise von mir erwartet.

Wenn er lacht, dann klingt das, als würden Engel singen. Und NEIN, ich bin sonst nicht so kitschig. Er hat die Hand nach mir ausgestreckt, mich angesehen, gegrinst, und es war um mich geschehen. Eine halbe Stunde vor unserer Begegnung habe ich mir in den dunkelsten Tönen die Worte für meinen Jahresrückblick überlegt, für ein Jahr, dass irgendwie beschissener kaum hätte sein können. Ich dachte, ich hätte mich selbst verloren. Und so dominant dieses Gefühl in den letzten Wochen, ja Monaten war, auf einmal war es verpufft. Da war dieser Mensch, der mich nicht kannte. Der mich musterte, fixierte, als würde er in mein Innerstes schauen wollen. Und anscheinend entschied, dass was er in meinen Augen sah, gefiel. Und ein Lächeln wert war. Ein Lächeln, dass bei Erwiderung zu einem glucksenden Lachen wurde.

Ich kenne ihn kaum, und er mich nicht. Und dennoch, ich will ihn nie wieder verlieren, nie wieder an ein Leben ohne ihn denken müssen. Montag sehe ich ihn wieder. Und bis es so weit ist, tue ich etwas, dass ich in der neunten Klasse das letzte Mal getan habe. Ich zähle die Stunden, bis es endlich soweit ist, dass ich einen Menschen wiedersehen kann. Sitze hier, schau mir die Bilder des Abends an, blicke auf die Uhr, will, dass die Zeit schneller vergeht, will ihn endlich wiedersehen. Und bis es so weit ist, muss ich mich mit Erinnerungen begnügen.

Erinnerungen, die kaum drei Stunden alt sind, und viel zu schnell wieder verblassen. Wie sahen seine Augen aus? Wann hat er gelacht? Was hat ihm nicht gefallen? Welche Farbe hatte sein Hemd? Und die Hosen? War das Grübchen auf der rechten oder linken Wange? Und wieso habe ich kein Bild, auf dem er sein Weihnachtsgeschenk auspackt?

Ich hab dich unendlich lieb, mein Engel. Du hast dieses Weihnachten im Nachhinein so viel besser werden lassen.

Und bevor ihr nun alle vor Aufregung platzt, muss ich euch enttäuschen. Ein Bild gibt es nicht, das würden seine Eltern bestimmt nicht gut finden. Aber ich versichere euch, mein Großcousin ist das schönste Baby auf der ganzen weiten Welt. Indianerehrenwort.

27
Dez
08

Holiday on Ice

Langsam wird es fast zur Tradition, dass mein Vater uns zu Weihnachten Karten für irgendwelche Veranstaltungen schenkt. Vor zwei Jahren war es König der Löwen in Hamburg, letztes Jahr für Apasionata [wo ich nicht mitgehen wollte] und dieses Jahr eben für Holiday on Ice.

Seit ich vor drei Jahren mal eine Doku darüber gesehen habe, wollte ich da gerne mal hin. Und dieses Jahr war es endlich soweit.

Meine Mutter hat sich riesig über ihre Karte gefreut. So sehr, dass sie meinem Vater am liebsten den Hals umgedreht hätte. Sie wollte eben den 26. Dezember als Verschnaufpause. Und da kamen Eintrittskarten für die 20.30 Uhr Vorstellung für eine Veranstaltung, die sie eh nicht besuchen wollte, doch ein wenig ungelegen. Selber Schuld, sie ist dann doch mitgekommen. Gefallen hat es ihr nicht. Kein Wunder, wenn man mit so einer Einstellung daran geht, KANN es einem doch gar nicht gefallen.

Alles in allem war es eine schöne Veranstaltung. Wenn mich auch die beiden Kerle, die durch das Programm geführt haben (Ein und Stein, vorne auf den Oberteilen stand auch noch E=mc²… mein Bruder hat die erste Hälfte des Abends [also 90 Minuten] gebraucht, um den Witz zu verstehen…), ziemlich genervt haben. Aber alles andere war wirklich schön. Tolle Kostüme, schöne Küren, Kerle mit nacktem, durchtrainierten Oberkörper, nette Musik, was will man mehr?

Noch ein Jahr würde ich glaube ich aber nicht hingehen. Zumindest nicht nächstes Jahr. War mal ganz nett, und es hat Spaß gemacht, ich hätte auch noch eine Weile zusehen können. Aber nicht jedes Jahr, das muss nicht sein.

26
Dez
08

Unnützes Wissen #4

16) Der Buchstabe Q kommt in deutschen Texten nur mit einer Wahrscheinlichkeit von 0,02 Prozent vor.

17) An Wahltagen darf man in Norwegen keinen Alkohol verkaufen.

18) Im Wahllokal ist es verboten zu sagen, wen man wählt.

19) Das englische Wort für Graupel ist graupel.

20) Nicole Kidman hat panische Angst vor Schmetterlingen. (die arme Frau)

25
Dez
08

Es ist Weihnachten!

Deshalb muss man sicht festlich anziehen. Blabla. Mal abgesehen davon, dass wir eh nicht gläubig sind, wieso darf ich nicht das Oberteil anziehen, was ich auch bei der letzten Geburtstagsfeier anhatte? Anscheinend nicht festlich genug. Aha. Aber für den Geburtstag hat es gereicht, oder wie?

Lied des Tages: Paper Pieces von Michelle Branch (könnte sich noch ändern)

Stimmung des Tages: genervt (ändert sich sicherlich nicht mehr, wird höchstens noch schlimmer)

24
Dez
08

Frohe Weihnachten

Ja, ich lasse mich zu einem Weihnachtsbeitrag hinreißen.

Ich wünsch euch allen Frohe Weihnachten und erholsame Feiertage.

19
Dez
08

Unnützes Wissen #3

11) Atronauten können nicht rülpsen, da in der Schwerelosigkeit Kohlenstoffdioxid keinen Weg nach oben findet.

12) Ein Kamel kann in nur 15 Minuten 200 Liter Wasser trinken.

13) Elefanten wachsen ihr ganzes Leben lang.

14) Mit dem Kopf gegen die Wand zu schlagen, verbraucht in einer Stunde etwa 150 Kalorien.

15) Der eigentliche Namen Nelson Mandelas ist Rolihlahla Mandela, was übersetzt „Unruhestifter“ bedeutet.

17
Dez
08

verwirrt

Okay, ich habe keine Ahnung, was in mich gefahren ist.

Da ist dieser Junge in LE, in den ich vollkommen verschossen war. Und es irgendwie noch bin. Ich muss nur diesen Satz schreiben, und schon schlägt mein Herz plötzlich schneller. Und gleichzeitig will ich heulen. Weil es echt wehgetan hat, dass er sich gar nicht mehr bei mir gemeldet hat. Kein „nein, kein Interesse“, damit hätte ich irgendwie noch leben können. Aber zwei Monate kam gar nichts. Bis zur ersten Zugfahrt nach Hause, wo er in Frankfurt an mir vorbeirannt ist. Und bis zu meinem Geburtstag, als ich plötzlich Glückwünsche von ihm auf meiner Pinnwand hatte. Aber er will ja nichts von mir, ignoriert mich zwei Monate völlig. Und dann DAS? Wie soll ich denn bitte darauf reagieren? Ich hab nichts zurückgeschrieben, weil ich absolut nicht wusste, was ich außer „Danke“ hätte schreiben sollen, und das war mir ehrlich gesagt zu blöd.

Aber da ist noch jemand anderes. In Mainz. An der Uni. Von dem ich eigentlich nichts will. Der in einem Seminar neben mir sitzt. Und plötzlich kann ich es dienstags nicht erwarten, zur Uni zu kommen. Ich stehe vor dem Kleiderschrank und denke echt darüber nach, was ich anziehe, werfe ein Shirt nach dem anderen in eine Ecke, weil nichts wirklich passt, zumindest in diesem Moment nicht zu mir. Ich ertappe mich beim Anziehen bei einem leichten Lächeln. Er ist absolut nicht mein Typ. Okay, in Komponenten schon, aber nicht im Gesamteindruck. Aber… ich weiß nicht. Er ist nett zu mir, aber nicht dieses „nett“, dass irgendwie jeder ist, wenn man einen noch nicht kennt. Er macht Witze, die nicht lustig sind, und ich muss trotzdem lachen. Und gestern saß ich in diesem Seminar, wurde müde, hab den Kopf auf den Tisch gelegt, und er sticht mich in die Seite, grinst mich an und sagt „Nicht einschlafen.“ Seit drei Wochen frage ich mich, was wir da eigentlich die ganze Zeit veranstalten. Und jedes Mal, wenn ich in diesem Seminar sitze, und mir denke „Oh mein Gott. Der flirtet doch wohl nicht mit mir?“, redet mir ein Drittel meines Kopfes ein, dass ich mir alles einbilde, ein anderes Stück fragt, ob ich das nicht insgeheim hoffe und will, und Nummer drei… Schreit den Namen des Jungen ausLeipzig.

Wenn ich einen Schritt zurückmachen könnte, um das, was sich da jeden Dienstag abspielt, entfernt zu betrachten, und ganz ehrlich bin, wäre nicht eine von diesen Personen ich, ich würde denken, dass die beiden flirten. Und das nicht zu knapp. Aber wir sprechen hier über MICH. Das bin nicht ich. Ich verknall mich Hals über Kopf. Nicht langsam und immer mehr. Ich flirte nicht. Nicht mit jemandem, den ich permanent und immer sehe. Nicht mit jemanden, bei dem ein Scheitern oder nein bedeutet, dass ich mir nicht nur einen neuen Platz suchen muss, sondern wahrscheinlich auch noch das Seminar hassen werde, was mir bis jetzt so sehr gefällt. Ich will mein Gehirn nicht ausschalten und einfach vertrauen, fühlen. Denn das ist das einzige, was mich ansatzweise vor dummen Aktionen bewahrt, die, wenn ich sie doch mache, darin enden, dass es mir echt beschissen geht.

Das ist genau das, was ich jetzt gerade NICHT gebraucht habe. Absolut nicht.

Und dennoch. Auf einmal hasse ich die Weihnachtsferien. Weil ich dann nach Hause muss. Weil dann kein Seminar ist. Weil ich ihn dann nicht sehe. Oh fuck.

Stimmung des Tages: verwirrt

Lied des Tages: Forget Myself von Third Eye Blind




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