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Ursula is back…

Hach, unsere Familienministerin. Wie ich sie mag. *brech* Ernsthaft, diese Frau geht mir derbst auf den Senkel. Schön, wenn sie mit ihren sieben (oder waren es doch fünf??? Ich bin einfach mal zu faul zum Nachsehen…) Kindern und Karriere gleichzeitig fertig wird, und den Haushalt auch noch im Griff hat. Was sie da nicht erwähnt, ist, dass sie Kohle wie Heu verdient, eine Nanny und eine Putzhilfe hat. Und einen Ehemann, dem ich einfach mal unterstelle, dass er sicher nicht 24/7 arbeiten geht. Soviel dazu.

Jedenfalls hat die gute Ursula ein schönes neues Gesetz gebastelt.

Der Gesetzentwurf sieht vor, dass ab 2013 für Kleinkinder ein Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz eingeführt werden soll. Bis dahin soll nach den Plänen von Bund und Ländern für jedes dritte Kind in Deutschland ein Platz in einer Kinderkrippe oder bei einer Tagesmutter zur Verfügung stehen. Dazu müssen die Krippenplätze von derzeit 250.000 auf 750.000 ausgebaut werden.

So so. Rechtsanspruch auf Betreuungsplatz. Ausbau der Krippenplätze. Na fein. Darf ich aber mal bescheiden fragen, woher man dafür das Geld nehmen will? Ich meine, fünf Jahre, das ist schon ein ziemlich… kurzer Zeitraum. Sicher für manche Familien, die Hände ringend nach so einem Platz suchen, noch zu lang. Aber hier dürfen sich die Länder wieder selbst mitbeteiligen. Und wie die finanzielle Situation von denen aussieht, sollte langsam bekannt sein. Jedes Jahr verschulden wir uns mehr. Versteht mich nicht falsch, ich finde die Idee an sich grandios. Besonders im Westen Deutschlands scheinen Krippenplätze… ich weiß nicht, verpönt ist irgendwie nicht das richtige Wort dafür. Man wir zumindest als Frau mit arbeitendem Mann/Partner schief angeschaut, wenn man einen Krippenplatz für sein Kind sucht, weil man selbst gern arbeiten gehen möchte. Da lob ich mir doch ausnahmsweise mal mein Ostdeutschland, wo es fast schon an der Tagesordnung ist, sein Kind in die Krippe zu geben. Was auch an den Löhnen hier liegt, es reicht eben aus lange Sicht nicht, wenn nur ein Elternteil verdient. Und nicht immer sind die Großeltern zur Stelle.

Was mir bei diesem Gesetz aber sehr sauer aufstößt ist dies:

Aber auch das von Kritikern als „Herdprämie“ bezeichnete Betreuungsgeld ist in dem Entwurf geregelt. In der vorgeschlagenen Änderung des Sozialgesetzbuchs heißt es: Vom 1. August 2013 an solle es „eine monatliche Zahlung (z.B. Betreuungsgeld)“ für die Eltern geben, die ihre Kinder von ein bis drei Jahren nicht in einer Einrichtung betreuen lassen wollen oder können. Einzelheiten werde ein Bundesgesetz regeln.

Öhm. Einmal abgesehen davon, dass man Geld dafür bekommt, sich mit seinem Kind zu beschäftigen (was ich an sich äußerst verwerflich finde, aber egal). Was passiert mit Migrantenfamilien? Stellen wir uns doch einmal vor, eine asiatische oder türkische Familie kommt nach Deutschland. So. Dann bekommen sie ein Kind A. Mama hat eh keine Arbeit, und kann das Kind also zu Hause betreuen. Schön und gut. Ohne Betreuungsgeld wird sie es sich vielleicht überlegen, ob sie das Kind nicht doch in Krippe gibt. Damit es dort Deutsch lernt und besser integriert wird. Mit Betreuungsgeld habe ich da so meine Zweifel. Einwandererfamilien haben in der Mehrzahl nicht viel Geld, da kommt so ein Zuschuss sicher nicht ungelegen. Ich habe auch nichts dagegen, wenn man mit seinem Kind nur in der Muttersprache spricht. Aber genauso ist es nötig, dass es Deutsch lernt, und das schon sehr zeitig. Kleine Kinder sind grausam. Und ein Kind, das kaum ein paar Worte Deutsch kann, und in den Kindergarten oder die Grundschule kommt, wird ganz leicht zur Zielscheibe von Hänseleien und Spott.

Wieso also den Familien einen Anreiz geben, das Kind zu Hause zu behalten? Sich selbst keine Arbeit zu suchen, und auf die Hilfe des Staates angewiesen zu sein? Wieso nicht das Gegenteil machen? Migrantenfamilien dazu bringen, Angebote zu nutzen, mit deren Hilfe man sich besser integrieren kann. Viel eher den Kinderkrippen- bzw. Kindergartenplatz bezahlen, anstatt die Betreuung zu Hause zu finanzieren.

Zitate von tagesschau.de
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